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Angehörigengesprächsgruppe

Die Alzheimer Angehörigen-Initiative e.V. ist unseres Wissens die einzige, die zwei Arten von Angehörigengesprächsgruppen anbietet:

  1. die fachlich geleiteten Angehörigengesprächsgruppen
    (an 10 Standorten in Berlin)
    jeweils mit gleichzeitiger Krankenbetreuung und
  2. eine internationale, deutschsprachige Internet-Selbsthilfegruppe

fachlich geleitete Angehörigengesprächsgruppen

Angehörigengesprächsgruppe In unseren auf Dauer angelegten 10 Gesprächsgruppen treffen sich jeweils im Mittel 12 Angehörige von Demenzkranken regelmäßig zweimal im Monat für jeweils zwei Stunden. Scheidet ein Gruppenmitglied aus, kann wieder ein neues Gruppenmitglied aufgenommen werden. Zuvor sollte unsere Beratung in Anspruch genommen worden sein.

Viele Angehörige erleben in den Gesprächskreisen die Aufgeschlossenheit und das starke Zusammengehörigkeitsgefühl der Gruppe, in der sie sich endlich einmal aussprechen können.

Unter Gleichbetroffenen werden auch Sie sich in der Gruppe schnell geborgen fühlen und die wohltuende Nähe der anderen spüren. Hier können Sie endlich über ihre Schuldgefühle reden, Ängste aussprechen, sich gegenseitig trösten und bestärken, Kraft schöpfen und neuen Mut fassen. Eine Angehörige drückte das nach einem Gruppentreffen so aus: „Mit hängenden Flügeln bin ich gekommen, und beflügelt gehe ich jetzt nach Hause.“ So bietet die Gesprächsgruppe nicht nur psychische Entlastung, hier werden auch wichtige Informationen ausgetauscht und Kontakte geknüpft, die auch außerhalb der Gruppe gepflegt werden.

Am 23.11.2015 besuchte die Bundestagsabgeordnete Frau Dr. Finckh-Krämer die fachlich geleitete Angehörigengesprächsgruppe ihres Wahlkreises. Einen informativen Bericht dazu finden Sie hier im Dialogforum Demenz.

Im gemeinsamen Informations- und Erfahrungsaustausch erfahren Sie Unterstützung durch die anderen Betroffenen und erhalten wichtige Anleitungshilfen zur aktivierenden Pflege unter Berücksichtigung des Verwirrtheitsstadiums des Kranken. Später reden wir dann über die gemachten Erfahrungen bei der Umsetzung im häuslichen Bereich. Die fachkompetente Leitung sorgt dafür, dass die Zeit gut genutzt wird, indem sie hilft, häufige Themenwiederholungen und Abschweifungen zu vermeiden, so dass jedem Teilnehmer genügend Gelegenheit gegeben wird selbst mitzuwirken. Außerdem hilft die fachliche Leitung bei der gemeinsamen Suche nach Problemlösungen, klärt über die Krankheit auf, macht auf die veränderte innere Lebenswelt des Demenzkranken aufmerksam und schult die Wahrnehmung z.B. für die unausgesprochenen Bedürfnisse und Gefühle des Kranken.

Mehr dazu in unserem Konzept

pdf-Datei (144 KB)Und hier treffen wir uns.

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mit gleichzeitiger Krankenbetreuung

Um Ihnen die Teilnahme an der Gesprächsgruppe zu ermöglichen, können Sie Ihren Demenzkranken mitbringen. Er wird in dieser Zeit in einem Nebenraum von Pflegefachkräften in der Krankengruppe aktivierend betreut. Die Pflegekräfte haben sich speziell mit dem Krankheitsbild Demenz (Alzheimer) auseinandergesetzt und orientieren sich stets an dem aktuellen Krankheitsstadium des Einzelnen.

Gemeinsames Kaffeetrinken, Plaudern, Spielen, Singen und Tanzen tragen – ohne Leistungsdruck – dazu bei, die verbliebene Orientierung, das Erinnerungsvermögen und die Wahrnehmung des Kranken zu erhalten. So werden schlummernde Fähigkeiten reaktiviert, oftmals sehr zur Überraschung der pflegenden Angehörigen.

aktivierende Krankenbetreuung

Lachen und Händeklatschen zeugen von der fröhlichen und gelösten Atmosphäre dieser Gruppe, in der auch die Demenzkranken die Gelegenheit zur sozialen Kontaktaufnahme wahrnehmen. Ein 82-jähriger demenzkranker ehemaliger Artist begrüßt seinen Freund bei jedem Gruppentreffen mit den Worten: „Ah, da bist du ja wieder. Schön, da können wir ja anfangen, unsere Nummer zu üben.“

Die Gelöstheit, die die Demenzkranken in der Gruppe entwickeln, nehmen sie auch mit nach Hause. Für die pflegenden Angehörigen ist es ermutigend zu erleben, dass die Kranken in der Gruppe wieder Stimmungen zeigen, die sie zu Hause nicht erleben.

Mehr dazu in unserem Konzept und unter aktivierender Betreuung.

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Internet-Selbsthilfegruppe

Wer als pflegender Angehöriger keine Angehörigengesprächsgruppe in erreichbarer Nähe hat, oder diese aus terminlichen Gründen nicht besuchen kann, findet in der Internet-Selbsthilfegruppe noch eine Möglichkeit, seine Sorgen in einer geschlossenen Mailingliste abzuladen. Die Briefe werden über einen Verteiler an alle ca. 100 Mitglieder versandt und oft innerhalb weniger Stunden beantwortet. Dankbare Rückmeldungen sind dann : „Dass ich am heutigen Abend nicht mehr so ratlos bin wie gestern, habe ich Euch zu verdanken“ oder „Ich glaube, ohne diese Liste und diese Unterstützung und eben dem Gefühl, dass andere Menschen ähnliches erleben, hätte ich nicht die Kraft gehabt, mit der Krankheit meiner Mutter wenigstens einigermaßen klar zu kommen“.

Meist sind es Kinder, manchmal auch Ehepartner, die in dieser Liste schreiben. Manche finden im Alltagsstress nicht die Zeit, sich an die festen Zeiten von face-to-face-Selbsthilfegruppen zu halten. Andere wohnen so abseits, dass das nächste Meeting mit dem Kranken unerreichbar ist. Kinder, die weit entfernt vom erkrankten Elternteil leben, finden hier ebenso Aufnahme wie Angehörige von Heimbewohnern. Deutschsprachige Ausländer fühlen sich ebenfalls wohl in dieser Runde, die eine so geballte Erfahrung über die Krankheit hat, dass nicht nur die Pflegenden, sondern sogar Hausärzte davon profitieren können: „Als ich mich hier meldete, ging es R. sehr schlecht. Jetzt geht es ihm, der Krankheit entsprechend, sehr gut. Der Neurologe meinte: R. sei für ihn wie ein Weltwunder. Ich bin sehr stolz darauf, denn ich habe viel von der Liste gelernt und alle Infos, die mir in die Hände kamen, gelesen.“

Internet-Selbsthilfegruppe
Und hier können Sie sich anmelden.

„Verschiedene sehr interessante Themen sind zum Vorschein gekommen. Wie zum Beispiel Validation, Aggressionen, jetzt ist der Glaube dran, also wirklich absolut wichtige Sachen“, freute sich kürzlich ein Listenmitglied. Manche der Themen laufen über mehrere Tage oder Wochen und regen so sehr zum Nachdenken an, dass sie in persönlich besuchten Gruppen gar nicht ausdiskutiert werden könnten. Unter anderem deshalb, weil sie so unter die Haut gehen, dass es manchem peinlich wäre, sie vor anderen auszubreiten. Trotzdem fehlen dem einen oder anderen die Gesichter der Anwesenden, während andere gut damit zurecht kommen, dass sie sich nicht Auge in Auge mit Fremden unterhalten müssen.

Ein großer Vorteil dieser Internetgruppe ist die freie Zeiteinteilung. Unabhängig von der Tageszeit können Mails geschrieben werden. Da sich so mancher schreibend besser auf seine Gedanken konzentrieren kann, sind einige Diskussionsbeiträge sehr tiefsinnig und lohnen auch späteres Nachlesen. Das scheinen auch die Leser zu schätzen, die trotz anhaltendem Stillschweigen die Liste nicht verlassen. Einige haben auch über Privatmails Telefonnummern ausgetauscht und – wie im wirklichen Leben – Freundschaften geschlossen. Und hier können Sie sich anmelden.

Seit einigen Jahren treffen sich Mitglieder der Internet-Selbsthifegruppe bei einem Mitglied (die pdf-Datei (124 KB)Alzheimer Info und die pdf-DateiOdenwälder Zeitung berichteten - und es gibt auch Fotos aus den Jahren 2003, 2004, 2007). Mehr dazu in dem Vortrag von Gabriele Steininger auf dem 3. Kongress der Deutschen Alzheimer Gesellschaft oder in dem Beitrag von Gabriele Steininger in der Zeitschrift Psychomed< sowie dem Vortrag von Beate Schröder auf dem 4. Kongress der Deutschen Alzheimer Gesellschaft.
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